Einführung

 

Diagnose Brustkrebs!?

Was soll ich tun – was kommt auf mich zu?

Um Ihnen, liebe Patientin, zu helfen, möchte ich im Nachfolgenden den Ablauf kurz skizzieren:

Sie gehen zu Ihrem Frauenarzt/ - Ärztin:

Diese Untersuchungen (z.B. Sonographie) ergeben eventuell einen abklärungsbedürftigen Befund in Ihrer Brust.
(Das bedeutet noch lange nicht, dass Sie Brustkrebs haben!)
Hier wird jetzt eine feingewebliche Untersuchung notwendig. Über den diesbezüglichen Ablauf, können Sie sich auf den Seiten unter den Ausführungen über die Operationen dann später weiter informieren.

Zunächst sollten Sie aber grundsätzlich auch noch folgendes wissen:

Für Sie als Patientin bedeutet zunächst unbewusst Brustkrebs gleich eine bösartige Geschwulst in Ihrer Brust. Dies ist jedoch sachlich nicht immer richtig.
Es gibt sehr verschiede Krebsarten, die sich nur in ihrem Ort ( Lokalisation ) die Gemeinsamkeit teilen, eben sich in der weiblichen Brust zu entwickeln! ( Es gibt in seltenen Fällen jedoch auch Brustkrebs beim Mann! )
Sehr vereinfacht dargestellt: Der Krebs ist völlig unterschiedlich, je nachdem ob er von dem Bindegewebe, Fettgewebe oder Milchdrüsengewebe der Brust ausgeht.
Dies ist sowohl für die weitere Therapie, - siehe diese später, - als auch/oder für das primäre und sekundäre operative Vorgehen von Bedeutung.
Bei der häufigsten Krebsform der Brust, die vom Bindegewebe ausgeht, erfolgt in der Regel zunächst eine feingewebliche Vorabklärung durch eine Stanzbiopsie. Abhängig vom Befund erfolgt dann eine weitere Operation (zweizeitig).
Je nach Ausgangsposition, kann jedoch auch unter Umständen eine Einzeitige chirurgische Maßnahme zur Abklärung und eventuell sofortigen entgültigen Therapie erfolgen.
Unter den einzelnen Unterpunkten Operationen und nachfolgende Therapie können Sie sich weiter informieren.

Ist die Diagnose Brustkrebs bei Ihnen durch eine feingewebliche Untersuchung (Histologie) gesichert, so haben Sie im weitere Ablauf grundsätzlich zwei Möglichkeiten - wobei ich betonen möchte das in beiden für Sie eine gleich optimale Therapie nach modernsten medizinischem Wissenstand erfolgt!

Wie Sie auch den nachfolgenden Ausführungen und Dokumenten entnehmen können, liegt die Entscheidung einzig und allein bei Ihnen und ist auch im Sinne der Krankenkassen und weiteren Vertragspartner absolut freiwillig!

siehe auch Patienten-Info der Krankenkassen

DMP - was ist das?

Im Bereich der KV Nordrhein wurde unter den Vertragspartnern ein strukturiertes Behandlungsprogramm (DMP = Disease-Management-Program) für Brustkrebs ab dem Jahr 2003 beschlossen.

Im nachfolgenden möchten wir Sie über die Tätigkeit der Brustambulanz - Düsseldorf (DMP) näher informieren und hoffen - neben der reinen Information - Sie für das Thema Brustkrebsvorsorge und eventuell notwendiger Behandlung zu sensibilisieren und somit Ihr diesbezüglich "schlechtes Gewissen" dahingehend anzustoßen, dass Sie die bestehenden Vorsorgemöglichkeiten und Früherkennungsuntersuchungen - die alle von den Krankenkassen bezahlt werden - auch wahrnehmen.

Die " Brustambulanz – Düsseldorf " stellt eine Fortführung der schon länger bestehenden Kooperation Düsseldorfer Praxen (s. Team) dar. Ähnliche Praxisnetze haben sich seit 2002 auch in anderen Großstätten wie München, Hamburg und Bonn für die Abklärung von auffälligen Brustbefunden und die Behandlung von Brustkrebs etabliert.

In Anlehnung an Herrn Prof. Dr. med. Jost Brökelmann lassen sich die Ziele einer Brust - Ambulanz wie folgt zusammenfassen:

Seit Jahren können große Brustoperationen, sowie axilläre Lymphknotenentfernungen ambulant erfolgen. In den USA wurden 1997 nur noch 7% aller Brustoperationen stationär durchgeführt. Auch bei der Chemotherapie hat sich der Wandel von einer stationären zu einer ambulanten Behandlung bewährt, weil Chemotherapien aus den verschiedensten Gründen besser ambulant vertragen werden.

Die " Brustambulanz – Düsseldorf " hat wie alle Brust - Ambulanzen keine Statuten oder Satzungen. Es ist ein freier Zusammenschluss von Praxen und ggf. Krankenhäusern mit dem Ziel, qualitativ hochwertige medizinische Leistungen nach Möglichkeit ambulant zu erbringen. Dabei arbeiten alle teilnehmenden Praxen nach den Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Senologie und der Deutschen Krebshilfe – beide basieren auf den Empfehlungen der EUSOMA (European Society of Mastology).

Der Präsident der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe ( DGGG) und Direktor der Universitätsfrauenklinik Lübeck Herr Prof. Dr. Klaus Diedrich meint, dass die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland sich um ca. 20% senken ließe, wenn in der Behandlung des Brustkrebses eine stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit gegeben sei.

Die Behandlung von Brustkrebs ist in Deutschland nicht optimal: Während in USA und England, aber auch in Skandinavien oder Italien die Sterblichkeit bei der häufigsten Krebserkrankung der Frau seit Beginn der 90er Jahre zurückgeht, können in Deutschland noch keine vergleichbaren Ergebnisse gemeldet werden. Dabei sind auch hierzulande ähnliche Erfolge möglich, meint Prof. Dr. Klaus Diedrich.

Die Sterblichkeit lässt sich um mehr als 20% senken, wenn verschiedene Punkte beachtet werden.

Dazu gehören eine verbesserte Früherkennung, qualitätsgesicherte Mammographien und eine intensive Dokumentation aller Krankheitsverläufe. Etwa jede zehnte Frau erkrankt in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Jährlich werden rund 46.000 Neuerkrankungen und 19.000 Todesfälle registriert. Angesichts dieser dramatischen Zahlen und der Komplexität der Erkrankung sind Konzepte gefordert, mit denen Patientinnen schnell und effektiv geholfen werden kann.

 

zum Anfang   Hinweise   zur Homepage