Pathologie / Schnellschnitt

Pathologie umfasst in der heutigen modernen Medizin eine feingewebliche Untersuchung des operativ entnommenen Gewebes am lebenden Menschen (z.B. Probeentnahmen der weiblichen Brustdrüse, Material aus der Gebärmutter, der Eierstöcke und viele andere Organe).
Sinn der feingeweblichen Untersuchung ist die Bestimmung der Dignität der gesehenen Veränderung. Hierunter versteht man Ausschluss einer malignen Erkrankung (Krebs) bzw. auch eine nähere Klassifizierung einer bösartigen Veränderung. Die Einteilung der vielen unterschiedlichen Krebsarten, sowie auch deren Differenzierung, hat einen entscheidenden Einfluss auf das operative Vorgehen und die Nachbehandlung. In besonders dringenden Fällen besteht die Möglichkeit einer Schnellschnittuntersuchung, bei der das entnommene nicht fixierte Gewebe in einer speziellen Tiefgefriertechnik histologisch untersucht wird, wobei das histologische Ergebnis dem Arzt bereits während der Operation telefonisch mitgeteilt wird. Bei dieser Schnellschnittuntersuchung ergeben sich nachfolgende Fragestellungen: Bösartig? Wenn ja, im Gesunden entfernt? Diese Fragestellungen können in der Schnellschnittuntersuchung zu 99 % beantwortet werden. Im Schnellschnittverfahren werden repräsentative Gefrierschnitte entnommen, wobei das Restmaterial nach Formalinfixierung vollständig histologisch in der Paraffintechnik aufgearbeitet wird, woraus sich die abschließende Diagnose ergibt.
Zusätzlich werden bei den feingeweblichen Untersuchungen weitere vielfältige Aufgabengebiete bewältigt. Hierzu gehören Veränderungen im Rahmen von hormonellen Dysfunktionen, entzündliche Veränderungen sowie auch vielfältige gutartige Neubildungen.

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