Mammazytologie

Die Zytologie im Allgemeinen ist eine diagnostische Untersuchung bei der auffällige Zellen, Zellkerne und Zellgruppen stets mit normalen Zellen verglichen werden. Hierdurch kann man orientativ, ohne operative Maßnahmen, gutartige von bösartigen Veränderungen unterscheiden.
Die Mammazytologie im Besonderen dient der vorsorglichen Erkennung bösartiger Veränderungen an der weiblichen Brust.
Bei dem zu untersuchendem Material unterscheidet man nach der Entnahmeart:

  1. Punktionszytologie:  Gewinnung mit der Feinnadel unter Ultraschallkontrolle, keine Narkose nötig
  2. Sekretzytologie:        Direktgewinnung der Absonderung aus der Brustwarze, ohne Spritzen und Narkose
  3. Abtupfzytologie:       Direktgewinnung aus Wundestellen durch Abklatsch

Das gewonnene Material wird fixiert, gefärbt und mit dem Mikroskop beurteilt. Hierbei kann der Zytologe einen normalen Befund oder einen Entzündungsbefund sowie einen auf Tumor verdächtigen Befund diagnostizieren.
Die Mammazytologie ist eine gute Suchmethode und eine zusätzliche wertvolle Entscheidungshilfe vor einer Operation oder Einleitung weiterer diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.

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